Die Eindrücke und die Geschichten sind beeindruckend, wie etwa die des Carillons, die vom Kapitain (Hauptmann) Lodewijk Johannes Timmermans und die des Gingkobaums am Eingang.
In der Stille des Friedhofs hört man alle halbe Stunde ein Glockenspiel von einem Carillon mit 25 Glocken, in fünf Stahlkonstruktionen hängend. Initiiert von der Mutter eines Gefallenen konnte nach einer erfolgreichen Spendenaktion 1960 das Glockenspiel eingeweiht werden.
Kapitän Lodewijk Johannes Timmermans hatte im Zweiten Weltkrieg gegen das deutsche Militär für die Niederlande gekämpft. Nach der deutschen Besetzung 1940 schloss er sich einer niederländischen Widerstandsgruppe an. 1945 wurde er durch die Explosion einer Holzmine verletzt und verlor vorübergehend seine Sehkraft.
In einem kanadischen Pflegeheim musste er das Zimmer mit einem deutschen Offizier teilen, der sich auch nach seiner Genesung weiter um Timmermanns kümmerte. Das Bild Timmermans von deutschen Soldaten beruhte bis dahin auf vielen Vorurteilen, die jetzt verschwanden. Timmermanns wurde ein wichtiges Bindeglied in der deutsch-niederländischen Aussöhnung und bekannt als Vater des Soldatenfriedhofes Ysselsteyn. Er starb 1995 und nach seinem letzten Wunsch wurde seine Asche über den Friedhof verstreut.
Am Eingang lädt ein Gingkobaum zum Stillehalten ein. Ein Gingkobaum trug ein Jahr nach dem Atombombenabwurf als Zeichen der Hoffnung in Hiroshima wieder grüne Blätter. Der in Ysselsteyn wurde 1995 gepflanzt.