Bei einem Gewehr gibt es noch eine Sache. In der Regel ist so ein Gewehr ein Rückstoßlader, soll heißen, dass bei jedem Schuss durch die Trägheit des Rückstoßes eine neue Patrone in das Patronenlager geschoben wird. Ein solchen Rückstoss kann auch der stärkste nicht abfedern und die Waffe wird zu einem bockigen Esel, der dem Schützen mit voller Kraft gegen die Schulter tritt. Ist der Schütze untrainiert, ist die Wirkung fatal und er in kürzester Zeit nicht mehr einsetzbar. Darum trainieren, trainieren.
Das gilt auch für die Reservisten, denn der Reservist soll sich ja für einen Einsatz fit halten. Das Klischee vom Biergeformten Reservisten entspricht nicht der Wirklichkeit, es wird soldatisches Handwerk wie auch obligatorischer Waffendrill und Schießen geübt. Körperliche und geistige Fitness sind gefordert, Kameradschaft ist Motivation.
In Punkto Schießen kommt bei den Reservisten auch noch der Spaß am Schießsport hinzu.
Nur ist das kein Sport für Personen, die ihre Emotionen oder ihre Handlungen samt allen möglichen Konsequenzen nicht im Griff haben. Bei jedem einzelnen Schuss muss Körperhaltung, Puls und Atmung zum Zielen neu aufeinander abgestimmt werden.
Es ist eine Art Meditation mit Knalleffekt und ein Kampf gegen den inneren Schweinehund, der zu Nachlässigkeit und Leichtsinn auffordert. Um diesen Kampf zu gewinnen, ist Training wichtig sowohl körperlich als auch mental
- und deshalb macht Schießen auch Spaß!